U-Bootsbunker Kilian Kiel

Der U-Bootsbunker Kilian wurde ab 1941 überwiegend von Zwangsarbeitern erbaut. Er bestand aus zwei jeweils 138 Meter langen Boxen sowie einem rückwärtigen Reparaturbunker.

In der Nacht vom 9. zum 10.4.1945 sprengte eine Bombe die Eingangstore auf. Stahlteile trafen das im Bunker liegende U 4708, das leck schlug und mit fünf Mann sank.

Am 26. Oktober 1946 sprengten die Briten den Bunker, ohne dass das Boot gehoben worden wäre. Es wurde unter den herabstürzenden 200.000 Kubikmetern Beton von Decke und gekappten Seitenwänden begraben.

Die Ruine blieb weitgehend sich selbst überlassen. In den 50er Jahren wurde eine Nachsprengung an den erhalten gebliebenen Eingangsbauwerken notwendig. Die Howaldtswerft wiederum nutzte den Werkstattbunker, der nicht der Sprengung zum Opfer gefallen war, als Lager.

1974 wurde der Piratensender „Galaxy“, ein früherer US-Minenleger, im Nordbecken aufgelegt und sank am 26.4.1979. Erst 1986 wurde das Wrack gehoben.

In den 90er Jahren tobte eine heftige Diskussion um die Bunkerruine, die zwar unter Denkmalschutz gestellt, aber im Jahr 2000 letztlich gesprengt wurde, um einer Hafenerweiterung Platz zu machen. Die Bunkerreste wurden auf Höhe der heutigen Kaikante gekappt, die darunter liegenden Teile mit Sand verfüllt.

So ist der Bunker heute zwar nicht mehr sichtbar, aber in den Tiefe des aufgespülten Seesands noch physisch vorhanden.

Tim Schwabedissen,  11.12.2002

Einen ausführlichen Bericht über den Bunker hat Tim auch unter www.lostplaces.de/kilian/index.html veröffentlicht.

Thomas Kemnitz,  27.01.2004

Weitere Infos zu diesem Thema auch mit vielen Bildern finden sich in: www.uboat.net

Martin Seitz,  14.06.2004

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