Die ungenutzten Bauten des industriellen und postindustriellen Zeitalters - als Folge wirtschaftlicher, sozialer oder politischer Veränderungen - stehen seit 20 Jahren im Fokus des Projektes VIMUDEAP. Nicht zuletzt durch die am Projekt beteiligten Personen ist die Auseinandersetzung mit der Architektur der deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts ein Schwerpunkt.

Da sich am Bestand der DDR-Industrie-, Wohn-, Sozial- und Gesellschafts- bauten in den letzten 27 Jahren gravierende Veränderungen vollzogen, muss die Auseinandersetzung mit dem noch verbliebenen Erbe weiter beschleunigt werden! Mit der Online-Ausstellung »Was Macht die Kunst?« möchten wir dazu einen Beitrag leisten und fragmentarisch einen Blick auf die an diese Bauten gebundene Kunst werfen.

Die vordergründig politisch behaftete Kunst in Form von wehenden DDR-Fahnen, Kämpfer-Büsten oder sozialistischen Sieges-Wandbildern wurde aus dem öffentlichen Bild längst entfernt. Die Herausforderung, die noch verbliebene Kunst der DDR einzuordnen und zu bewerten und über ihren Erhalt zu entscheiden, ist geblieben. Da Kunstwerke im öffentlichen Raum und andere Auftragsarbeiten immer durch die entsprechenden staatlichen oder gesellschaftlichen Stellen »abgesegnet« werden mussten, haftet Ihnen und ihren Künstler*innen weiterhin das Stigma des Ideologischen an.
Fragen wie: »Läßt sich eine fest mit dem Mauerwerk verbundene keramische Arbeit schadensfrei entfernen?« unterstreichen den bedeutenden finanziellen Aspekt in der Diskussion um den Erhalt baugebundener Kunst.

Für diese Online-Ausstellung haben wir 40 Fotografien des Cottbusser Architekten und Fotografen Martin Maleschka ausgewählt, die als Bildpaare und Einzelbilder präsentiert werden. Sie zeigen 20 baugebundene Kunstwerke verschiedener Techniken und aus unterschiedlichen Materialien aus 16 Städten der ehemaligen DDR - Wandbilder, Schmuckfenster, Brunnen und Skulpturen. Viele von ihnen befinden sich in schlechtem Zustand, sind gefährdet oder bereits nicht mehr vorhanden.

Diese Ausstellung ist ein Plädoyer für den Erhalt der baugebundenen Kunst der DDR, für ihre wissenschaftliche Erfassung und professionelle Restaurierung bzw. Sicherung, Bergung und Einlagerung!

Ortrud Lerch, 1965. Innenhof des ehemaligen Staatsratsgebäudes am Schloßplatz in Berlin-Mitte. Das Gebäude sowie der Innenhof werden heute von der European School of Management (ESMT) genutzt. Die ESMT hat eine Spendenaktion zur Instandsetzung des Mosaikbrunnens initiiert.
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Achim Kircher, 1979. Fassadengestaltung an der Westseite einer Turnhalle in Berlin-Marzahn. Der Alkydharzlack des einfarbigen Wandbildes an der Allee der Kosmonauten ist durch die jahrelange Witterung nahezu verblichen.
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Dieter Graupner, 1976. Baugebundene Kunst in einem damaligen Aufenthaltsraum des ehemaligen VEB Textilkombinat Cottbus. Die Gebäude werden aktuell - ungeachtet der darin vorhandenen Kunst - durch verschiedene Firmen weiter genutzt.
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Rudolf Sitte, 1960. Keramikrelief als baugebundene Kunst im Foyer des Verwaltungsgebäudes des ehemaligen VEB Textilreinigung Cottbus. Der Verwaltungsbau und die riesigen Hallen der Wäscherei verfallen. Das Areal und die bereits beschädigte Kunst stehen zum Verkauf.
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Gerhard Krüger, Leitung Prof. Gerhard Bondzin, 1972. Wandbild aus Glaskrösel, einer speziell für den großflächigen Farbauftrag erfundenen Technik, an einem Gebäude der ehemaligen Ingenieurhochschule für Bauwesen. Das Gebäude wird heute von der Architekturfakultät der BTU Cottbus-Senftenberg genutzt. 
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Johannes Peschel, 1975. Das Wandrelief an einer freistehenden Wand befindet sich im Außenbereich des ehemaligen Textilkombinats Cottbus. Es war Teil des Innenhofs und fristet heute sein Dasein zwischen Müll und Vegetation.
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Paul Schwerdtner, 1970er. Die drei Glasmosaiktafeln befinden sich an der Giebel- und Traufseite der ehemaligen Kantine des VEB Stahlbau Dessau. Heute wird der Bau lediglich als Lager genutzt.
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Günter Gera und Gerhard Papstein, 1969. Großflächige, abstrakt und dekonstruktivistisch anmutende Schmuckfenster in drei Treppenhäusern des ehemaligen Atriums 1 des VEB Robotron. Das Gebäude wurde 2016 abgebrochen. Es konnten nur wenige Teile der Fenster gerettet werden.
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Hans-Otto Lehnert, 1963. Die kunsthandwerkliche Metallarbeit befindet sich im Eingangsbereich des ehemaligen Hotels »Lunik«. Das Hotel ist heute eine unzugängliche Ruine. Die Metallarbeit und weitere, sich noch im Haus befindliche Kunstwerke, wurden 2016 durch die Denkmalschutzbehörde begutachtet.
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Josep Renau Berenguer, 1971. Das Wandbild, ausgeführt als Majolikamalerei auf Steinzeugfliesen, befindet sich an der Nordseite des Vorbaus des ehemaligen VEB Energieversorgung Halle/Saale. Das Gebäude wird heute durch verschiedene Firmen genutzt. Das Kunstwerk ist gefährdet, da bereits an der Unterseite Fliesen abfallen. Leider betrifft das auch genau die Stelle, an der der Künstler sein Signum hinterlassen hatte.
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Heinz Möhrdel, 1984. Die Wandbilder aus glasierten Keramikkacheln befinden sich an den Südseiten zweier Wohnblöcke, die momentan leer stehen. Ein Abriss beider scheint wahrscheinlich.
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Gert Pötzschig und Karl-Heinz Hase, 1984. Die Wandgestaltung aus Spaltklinkern befand sich über dem Haupteingang der heutigen Friedrich-Fröbel-Grundschule im WK IV Leipzig-Grünau. Das Kunstwerk wurde gesichert und soll möglicherweise an anderer Stelle wieder errichtet werden. Die orange gefärbten Fliesen des Werkes neben dem Eingang sind jedoch nicht gesichert und befinden sich weiterhin am Gebäude.
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Rudolf Sitte, 1967. Das Relief aus Kunstbeton und Kunststein befindet sich an einem Nebengebäude der Mensa der ehemaligen Technischen Hochschule »Carl Schorlemmer« Leuna-Merseburg (THLM). Das Areal wird heute von der Hochschule Merseburg genutzt. Die Mensa selbst steht seit Jahren leer. Auf dem Campus sind noch weitere Kunstwerke aus der DDR-Zeit vorhanden.
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Gerd Werner, 1973. Die Metallarbeit aus halbrund geformten Flachblechen befand sich als baugebundene Kunst im Sockelbereich des Kopfbaus des ehemaligen Hotels »Vier Tore«. Das Hotel, das bis 2015 als »Radisson BLUE« firmierte, wurde 2016 abgerissen.
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Gottfried Schüler, 1976. Das Wandbild, ausgeführt in Spachteltechnik und Sgraffito, befindet sich an der westlichen Giebelseite einer auch heute noch genutzten Sporthalle. An einigen Stellen ist die Spachtelmasse gerissen und wölbt sich nach außen.
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Ronald Paris, 1976. Das Wandbild aus Dispersionsfarben auf präpariertem Putz befindet sich an der Rückseite des Einkaufszentrums »Am Scharren« im Rostocker Stadtteil Evershagen und ist stark sanierungsbedürftig.
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Lothar Scholz, 1969. Diese sowie zwei weitere Majolikamalereien auf Steinzeugfliesen befinden sich in den Foyers von ruinösen Gebäuden eines ehemaligen DDR-Pflegeheims.
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Lutz Sommer, 1980. Das aus verschiedenen Holzarten bestehende Wandbild als baugebundene Kunst befindet sich im Speisesaal des ehemaligen VEB Landmaschinenbau Torgau. Der Speisesaal wurde als Skatehalle genutzt und steht leer. Die im Kunstwerk integrierte Uhr wurde bereits entfernt.
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Dietrich Fröhner, 1974. Das Wandmosaik aus industriell gefertigten Mosaiksteinchen aus Glas befindet sich an der Ostseite eines Punkthochhaus in Großtafelbauweise. Da sich bereits einzelne Steine lösen und herunterfallen, ist die Zukunft des Werkes ungewiss.
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Friedrich Kracht und Karl-Heinz Adler, ab 1972. Das Formsteinsystem aus Beton wurde hier als ornamental strukturierte Wand am ehemaligen Hauptgebäude der Volkspolizei Zwickau verwendet. Aussparungen in regelmäßigen Abständen in der Wand dienen höchstwahrscheinlich der Bauklimatik. Das Gebäude steht leer.
Bildpaar, linkes Bild, rechtes Bild

Martin Maleschka, Dipl.-Ing. Architekt und Fotograf, ist Mitte 30 und lebt in Cottbus. Im Selbstauftrag bereist er seit mehr als einer Dekade unermüdlich ostdeutsche Städte, um den Verlust und das Verschwinden von Bauten der Nachkriegsmoderne und der baugebundenen Kunst der DDR zu dokumentieren.

Ende Mai 2017 wird von ihm bei DOMpublishers Berlin ein Reiseführer erscheinen, der einen Überblick über die noch erhaltene »Kunst am Bau« in den ehemaligen DDR-Bezirken geben wird.

»Ich weiss um den Dissens von Bau- und Kunstgeschichte gerade in Bezug auf die Wertigkeit. Ich hoffe, mit meinen Fotografien und durch den ganz speziell kreierten Blickwinkel auf das zumeist Ungeliebte und Unbeachtete Menschen für den Erhalt von baugebundener Kunst der DDR zu begeistern. Ganz nach dem Motto: "Kunst, die in Vergessenheit geraten ist, muss man nur wiederentdecken!"

Die Frage, warum ihn gerade die Kunst im öffentlichen Raum, speziell die aus der DDR-Zeit, so sehr interessiert, beantwortet er folgendermassen:

»Die Liebe zur Kunst entdeckte ich sehr früh und sie wuchs mit mir. Einige Giebel der Plattenbauten des Wohnkomplexes VII in Eisenhüttenstadt, in dem ich gewohnt hatte, waren verziert mit abstrakten Motiven aus Flora und Fauna. Glasierte Keramikkacheln ergaben einen Baum, einen Fisch, eine Ente oder einen weißen Schwan. In der Schulzeit haben mich Malerei und Grafik interessiert und ich begann, meine Leidenschaft in Graffitis auszuleben. Auf meine nächtlichen Aktivitäten folgte was folgen musste - eine gerichtlich Vorladung und anschließende Verurteilung.
Doch meine Verbindung zur architekturgebundenen Kunst hielt bis heute: mein fotografisches Archiv ist nicht messbar - weder in der Menge noch im Wert. Ich freue mich, dass meine Liebe zur Nachkriegsmoderne und zur Kunst dieser Zeit im Netz und in der Social-Media-Welt nicht unentdeckt blieb. Bis heute habe ich zahlreiche Nachfragen verschiedener Einrichtungen und Institute nach meinem fotografischen Material und nach Informationen zu "meinem Thema"
«.

→ Martin Maleschka (flickr)
→ »Kunst am Bau / DDR« (flickr)
→ »kunstambauddr« (instagram)

Martin Maleschka und das VIMUDEAP-Team bedanken sich herzlich für die Unterstützung bei den Recherchen bei:

- Renate Bibow, ehem. Mitarbeiterin Lamator GmbH Torgau
- Dr. Andreas Butter, Architekturhistoriker, IRS Erkner
- Axel Drieschner, Kurator, Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
- Antje Geiger, Mitarbeiterin Stadtarchiv Dessau-Roßlau
- Angela Günther, Museologin, Kunstsammlungen Neubrandenburg
- Suzy Hesse, Restauratorin, Kunsthaus Meyenburg
- Axel Rachwalski, Ausstellung form gestaltung in der ddr, Wernigerode
- Dr. Ansgar Scholz, Kulturamt, Stadt Leipzig
- Bettina Schröder-Bornkampf, Kunsthistorikerin Dessau-Roßlau

Interview BauNetz.de
Die aktuelle VIMUDEAP Online-Ausstellung »Was Macht die Kunst?« von Martin Maleschka ist am 21.12.2016 für das größte deutschsprachige Online-Architekturmagazin »BauNetz« Anlaß, für ein Interview mit Martin Maleschka. Titel: »Manchmal ist schon alles weg. VI: Martin Maleschka dokumentiert gefährdete DDR-Kunst«
→ baunetz.de/...dokumentiert_gefaehrdete_DDR-Kunst_4936314.html

WDR 3 Radiointerview
Martin Maleschka war am 13.12.2016 zu Gast in der WDR 3 Sendung »Resonanzen« und Stand dem Moderator Rede und Antwort zur Online-Ausstellung und zum Projekt VIMUDEAP.
→ wdr.de/.../wdr3-resonanzen/audio-baugebundene-ddr-kunst-100.html

moderneRegional
Unter dem Titel »Wenn es die Kunst eilig hat« berichtet das Online-Magazin »moderneREGIONAL« über die Online-Ausstellung. Das Magazin verfolgt das Ziel, über die neuesten Themen und Meldungen der modernen Baukunst zu informieren.
→ moderne-regional.de/.../ausstellungen/#post-36878

JEDER QM DU - das Plattenportal
Das Portal »Jeder Quadratmeter Du« »für Plattenliebhaber und alle, die es werden wollen« der WBM (Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH) stellt die Ausstellung vor.
→ jeder-qm-du.de/.../was-macht-die-kunst/

Unter allen Besucher*innen der Online-Ausstellung, die einen Eintrag ins Gästebuch vorgenommen haben, verlosen wir einen von Martin Maleschka erstellten und signierten Wandkalender 2017 im Format A3. Unter dem Titel »LEIPZIG - HYPEZIG« wird pro Monat ein Leipziger Motiv der Ostmoderne präsentiert.

Damit Sie an der Verlosung teilnehmen können, sollte Ihr Gästebuch-Eintrag ihnen zugeordnet werden können. Dafür bieten sich diese 2 Möglichkeiten an:
a) Sie fügen Ihrem Eintrag Ihre Emailadresse hinzu
b) Falls Sie Ihre Emailadresse nicht öffentlich zeigen wollen, loggen Sie sich ein und nehmen den Eintrag nach dem Login vor. (Falls Sie kein Login haben, können Sie es hier anlegen.)

Die Ermittlung und Bekanntgabe der Gewinner*in erfolgt am 2. Januar 2017 um 18:00 auf der VIMUDEAP-Startseite und unserer Facebook-Seite. Der*die Gewinner*in wird per Email informiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

[Update 02.01.2017 18:04] unter Ausschluß des Rechtsweges wurde Betti Nimbus als Gewinnerin ermittelt. Herzlichen Glückwunsch!

Das VIMUDEAP-Team,  02.01.2017

Wir gratulieren herzlich Betti Nimbus! Sie ist die Gewinnerin eines Kalenders »LEIPZIG - HYPEZIG« von Martin Maleschka.

Frisch und Frei,  31.12.2016

Hey Martin, super Konzept. Coole Seite, auf der du hier gelandet bist. Mehrhabenwollen. FuF

Betti Nimbus,  20.12.2016

Es wäre schön, wenn einiges erhalten bliebe.

Zbigniew Polansky,  16.12.2016

Well done! Great stuff. Love East German art. Keep me in you list! regards

Ulrich Hartung,  formprinzip.de,  12.12.2016

Haben Sie den Dank dafür, dass Sie mir in dieser drögen Zeit die Bilderfolge von Maleschkas Entdeckungen zugänglich gemacht haben! Maleschkas Neugier und der schöne Ehrgeiz, das reizvoll Typische und zugleich Entlegene in allen Landesteilen zu suchen, fallen auf. Das gilt auch für die Leidenschaft und Zuneigung für das liebenswert Rückständige und das Avancierte. So wurde das Ganze ein wertvoller Beitrag zur Forschung.

Prof. Dr. Oliver Rump,  mmk.htw-berlin.de/.../mugocu-museology-goes-cuba,  11.12.2016

Danke, wunderbare Leistung! Es ist Zeit, deutsches Kulturerbe als politischen Begriff zu verstehen und die passenden Schlüsse zu ziehen ... Venceremos!

Jörg Stimmig,  11.12.2016

Ich hätte nicht gedacht, dass es immer noch so viel von der DDR-Kunst zu entdecken gibt. Schön, wenn Teile nicht nur virtuell erhalten blieben.

Nathalie Cavagna,  09.12.2016

Bravo! ... Jeder kennt eins oder zwei davon, aber soviele auf ein Mal beweist umso mehr die Notwendigkeit der Erhaltung mindestens einer Spur dieser Kunst! Weiterhin Viel Erfolg!

Midicat,  09.12.2016

WOW... Sehr schöne Seite. Steckt viel Arbeit drin. Viele Artikel wecken Erinnerungen an "schöne" Zeiten. Danke dafür. PS. So 'nen Kalender fände ich schon Toll.

Klaus Ferentschik,  08.12.2016

Gratulation zur Dokumentation dieser einzigartigen aber bedauerlicherweise im Verschwinden befindenden (bzw. teilweise der Zerstörung zwecks Neubauten freigegebenen) Bauten mit ihren besonderen Kunstwerken. Es ist höchste Zeit, das alles aufzuzeigen, bevor es endgültig verfällt bzw. abgerissen wird.

Peter Rentsch,  08.12.2016

Neben der bewussten Zerstörung von "Kunstwerken am und im Bau" durch Abriss, Farbschmierereien, Vandalismus oder schlichtweg auch durch jahrelange Ignoranz, gibt es in vielen Ecken der "besseren" deutschen Republik (wie sie sich überall gern darstellt) noch viele Orte, wo sich das Hinsehen lohnt.

Eine positive Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass man auch die Kunst der Zeit, die man verbessern und überwinden will, achtet, sich mit ihr auseinandersetzt.
Doch davon ist diese Bundesrepublik meilenweit entfernt. Das Gegenteil ist oft der Fall und das ist schmerzlich.

Um so wichtiger daher der begangene Weg der Künstler, Architekten, Fotografen oder einfach der Leute, die auf solche tollen Lichtblicke hinweisen. Zum Glück haben etliche Menschen in diesen Tagen einen anderen Blick auf die Kunst am Bau, als noch vor 20 Jahren und schauen hin, machen Druck, nehmen die Kamera u. bringen sich ein, die Reste zu erhalten.
Dafür gebührt ihnen Dank und Unterstützung. Jede Zeit hatte ihre Protagonisten u. künstlerisch / politisch indoktrinierte Kunst. Diese zu erhalten u. nicht nur abzureißen, oder tot zu schweigen, halte ich für wichtig.

Andreas Butter,  07.12.2016

Eindrucksvolle Ansichten, die die gestalterische Intention vielleicht noch kraftvoller zum Ausdruck bringen, als es Fotos von damals vermochten.

Gisela und Paul Bergner,  www.ddr-bunker.de/bunker,  07.12.2016

Es ist gut, zu sehen und zu wissen, daß wenigstens einige dieser wunderbaren Kunstwerke aus der Zeit einer zerstörten Gesellschaft wieder "an das Licht" geholt wurden.
Leider müssten inzwischen hunderte Werke dieses Formates geschaffen werden, um all das, was da zerstört, verfälscht oder vernichtet wurde zu dokumentieren. Dies betrifft auch unsere Interessengebiete rund um diese Waldsiedlung im Stadtforst Bernau sowie die Bunkeranlagen des Kalten Krieges. Danke für diese Arbeit

Sigrun Ploschke,  07.12.2016

Auch bei mir um die Ecke gammeln Plastiken und Ziermauern aus der DDR-Zeit vor sich hin. Somit ist es wunderbar, Herrn Maleschkas Arbeiten zu bestaunen und die Kunst der DDR wiederzuentdecken. Vielen Dank!

Peter Bergfeld,  07.12.2016

Schöne Bilder. Ich bin sehr froh, dass es Leute gibt, die sich mit dem Vergangenen beschäftigen, die eine große Altgier haben und das publizieren.

ralph,  07.12.2016

I support it!

Das VIMUDEAP-Team,  07.12.2016

Mit diesem ersten Eintrag am heutigen 07.12.2016 um 10:00 Uhr ist die Ausstellung offiziell eröffnet! Wir wünschen allen Besucher*innen viele Entdeckungen und Erkenntnisse und letztlich spannende Unterhaltung!