Robert Conrad über seine Fotografien der Berliner Mauer: »Ich wollte die Zerstörung von Stadträumen und Zusammenhängen dokumentieren: die abgeschnittenen S-Bahngleise, die unter der Mauer verschwindenen Bürgersteige und Straßen, die unpassierbaren Unterführungen und Brücken.

Darüber hinaus wollte ich von den Grenzanlagen selbst eine nüchterne, sachliche Bestandsaufnahme erstellen. Ich machte mir zur Aufgabe, die gesamte Berliner Mauer Kilometer um Kilometer systematisch mit der Kamera zu erkunden. Ich startete am Brandenburger Tor und lief nach Norden, immer weiter bis ich es von Süden her wieder erreichte. Dafür brauchte ich ungefähr ein Jahr.

Mich fasziniert bis heute das Serielle in diesem Thema: die immer wieder auftauchenden gleichen Formen, die genormten Betonteile, die Typenbauten der Wachtürme, allerdings in immer wieder anderer Umgebung. Es handelte sich ja, wenn man so will, um eine makabere Variante von ›Land Art‹, ein riesiges unfreiwilliges Kunstwerk.«

Lesen Sie dazu auch das folgende Interview (PDF) mit dem Berliner Stadtmagazin »Straßenfeger«.

Der distanzierten fotografischen Bestandsaufnahme von Architektur und Städtebau der Diktaturen des 20. Jahrhunderts widmet sich der Berliner Architekturfotograf und Bauhistoriker Robert Conrad. Publikationen und Ausstellungen, die das widerspiegeln, tragen Titel wie (Auswahl): »Macht und Monument« (Deutsches Architekturmuseum Frankfurt/M.), »Wolfsschanze. Hitlers Machtzentrale im Zweiten Weltkrieg« (Ch. Links Verlag Berlin), »Plattensterben« (bundesweit), »Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin« (Gedenkstätte Berliner Mauer und Ch. Links Verlag Berlin), »Die Berliner Mauer« (Gedenkstätte Berliner Mauer), »Heimatkunde. Greifswald in den 1980er Jahren« (Pommersches Landesmuseum Greifswald). 
Internationale Beachtung fand sein Fotoessay »Düsteres Erbe: die Ruinen von Hitlers Regierungsbunkern in Berlin Mitte 1987/1988« (s.a. VIMUDEAP). Am Projekt »Lichtgrenze« in Erinnerung an das 25. Jubiläum des Mauerfalls ist er beteiligt.

Landesdenkmalämter, Architekturbüros, Buchverlage und Museen zählen zu Robert Conrads Auftraggebern. Aktuell entstanden Fotodokumentationen des Regierungsflughafens Berlin, des Flughafens »Otto Lilienthal« Berlin Tegel und des ehemaligen Staatsateliers Arno Breker.

Robert Conrad ist VIMUDEAP-Autor der ersten Stunde und Gründungsmitglied der Spezial-Bildagentur LUMABYTES.

→ www.robert-conrad-fotografie.de

Uwe Drescher,  24.01.2015

Wirklich beeindruckende Bilder.
Wenn man heute an den aufgenommenen Plätzen war, kann man erst anhand der Bilder die Unwirklichkeit und Unmenschlichkeit dieser Grenze ahnen.
Ein erstklassiges Zeitdokument.

Christoph Rast ,  03.12.2014

Sehr beeindruckende Bilder!
Ein wichtiger Beitrag für das Gedächtnis der Menschheit.

Günther Huth,  www.Stayfriends.de,  16.11.2014

Ich erlebte als 15 Jähriger den Bau der Mauer und welch ein Wunder erlebte ich mit 42 Jahren, diese brach in sich zusammen - was für ein Historisches Erlebnis !!!
Klasse Fotos - mein Respekt dem Fotografen ...

Albumen Gallery,  albumen-gallery.com,  09.11.2014

Sehr interessant. Ein wichtiges fotografisches Zeitdokument. Besonders interessant für mich die vielen RC Mauer Fotos zu sehen, die ich noch nicht kannte.
Stephan Schmid

Thekla Schläwicke,  07.11.2014

Erst durch Bilder wird die Vergangenheit wieder richtig bewusst. Sie sind ein wichtiges Dokument für die Nachwelt. Jedem der sich die gleichen Plätze heute ansieht, erscheint es unvorstellbar, dass es einmal so ausgesehen hat.

Arne Weiser,  06.11.2014

Erinnerungen.....

Matthias Nichelmann,  05.11.2014

Als ob die Mauer gebaut wurde, um abgerissen zu werden. Und dann fotografiert. Dazwischen unsere Jugend.

Henry H.,  04.11.2014

Es ist toll, dass es Menschen wie Herrn Conrad gibt, die momentan scheinbar Unspektakuläres festhalten und dokumentieren in einer Zeit, in welcher "Vergessen" gesellschaftliches Understatement geworden ist! Vielen Dank!

Martin Christel,  02.11.2014

Sehr beeindruckend!

Peter Rentsch,  31.10.2014

Herr Conrad nutzte die Gunst der ersten Stunden zwischen Mauerfall u. deren Rückbau an nahezu allen Stellen, für eine historisch einmalige Edition.
Selbst Leuten die an der Mauer wohnten oder ihren Dienst dort taten, fällt es mitunter 25 Jahre später schwer, alle Einzelheiten zu erklären. Die Edition leistet einen wichtigen Beitrag für die visuelle Erhaltung der Geschichte.
Eine ausgezeichnete Arbeit, die die Teilung anschaulich macht.
11-2014 PR

Margrit Kühl,  29.10.2014

Das Titelbild wirkt sehr gut und die ausgewählten Fotoaufnahmen einer unendlich großen Fotoserie von Robert sollten uns immer wieder an die Zeit des Aufruhrs 1989 gegen eine Diktatur erinnern!

Rene Funke,  renefunke.net,  29.10.2014

Einmal mehr eine sehr beeindruckende Bilderserie von Robert Conrad, Danke!

Dietmar Arnold - BU e.V.,  www.berliner-unterwelten.de,  28.10.2014

Ganz tolle Fotos!!!

Michael Täger,  www.facebook.com/michaeltaegerfotografie,  28.10.2014

Eine beeindruckende wie auch bedrückende Serie. Kaum vorstellbar, dass all das gerade ein Vierteljahrhundert her ist.

Johanna Buchholz,  28.10.2014

Ein wichtiger Beitrag gegen das Vergessen. Danke Robert Conrad!