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VIMUDEAP-Newsletter und Grüße 2026

Traditionell erscheint der VIMUDEAP-Newsletter im ersten Quartal des Jahres und berichtet von den Aktivitäten des Vorjahres: Das Thema »Bunkerkampf Übungsanlagen« wurde fortgeführt, das neue anspruchsvolle Forschungsprojekt »Krölpalit« begonnen, ein Beitrag zur Industriekultur in Sachsen-Anhalt veröffentlicht und als Onlineausstellung zugänglich gemacht und letztlich feiert das Virtuelle Museum der Toten Orte sein 30-jähriges Bestehen.

Highlight zum Thema Übungsbunker

Abbildungen Übungsbunker

Nachdem das Forschungsthema »Bunkerkampf Übungsanlagen auf deutschen Truppenübungsplätzen von 1933-1945« mit der Veröffentlichung des Artikels »Bunkerkampf am Bober« seinen Höhepunkt erreicht hatte, hielt das Jahr 2025 ein weiteres Highlight bereit. Zu einem Archivfund im Bundesarchiv Freiburg »Übungswerk für die Ausbildung im Stoßtruppkampf auf Landübungsplätzen der Pionierbataillone« konnte ein Standort auf einem aktiven Truppenübungsplatz in Tschechien recherchiert werden. Dank der Unterstützung zahlreicher Kollegen aus Tschechien und Deutschland war es möglich, eine Genehmigung zu erwirken, den Bunker zu dokumentieren und als 3D-Modell zu entwerfen. Ihnen zu danken und das Projekt ausführlich vorzustellen, wird die Aufgabe des Newsletters des nächsten Jahres sein!

Neues Forschungsprojekt: Krölpalit / KRÖLBAU

Flyer zum Forschungsprojekt

Als neues Forschungsprojekt arbeite ich seit dem Juni 2025 am Thema »Das KRÖLBAU Montage-Baukastensystem aus Gipsbauelementen und das Baustoffwerk Krölpalit«. Das patentierte KRÖLBAU-Montage-Baukastensystem wurde in der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre in der DDR von der halbstaatlichen »KRÖLPALIT-Baustoffwerk Kuno Ernst Fröhlich KG« entwickelt.

Dem Entwicklerteam der im thüringischen Krölpa bei Pößneck ansässigen Firma war es gelungen, stahlbewehrte Stützen aus »modifiziertem Gips« sowie Waben- und Sandwich-Gipsplatten zu entwickeln, die zu mehrschiffigen und fast beliebig langen Gebäuden zusammengesetzt werden konnten. Die Stützen wurden aus Halbrahmen gebildet, die nach dem statischen Prinzip des Dreigelenkbogens zusammengesetzt, im Raster aufgestellt und mit Decken- und Wandplatten ausgesteift wurden.

Nach der vollständigen Übernahme des Betriebes durch den Staat 1972 produzierte und montierte der »VEB (B) Baustoffwerk Krölpalit« noch bis ca. 1982 KRÖLBAU-Bauten als Bungalows, Einfamilienhäuser, Ferien- und Wohnheime, Gaststätten, Kindergärten, Kioske, Kaufhallen, Lager-, Büro-, Sozial- und Mehrzweckgebäude.

Ziel des Forschungsprojektes ist es, schrittweise Typen, Formen, Technologien, Prozesse und Standorte des heute weitgehend unbekannten Baukastensystems zu rekonstruieren und ihm einen Platz in der deutschen Baugeschichte des 20. Jahrhunderts einzuräumen. Die Ergebnisse sollen unter kroelpalit.de und in der Fachpresse veröffentlicht und ein Wikipedia-Eintrag gepflegt werden.

Krölpalit: Rückblick 2025 und Treffen 2026

Zusammenstellung Krölpalit Rückblick 2025

Die Projektseite kroelpalit.de hält Rückblicke auf das Jahr 2025 bereit:
→ Wie alles begann ...
→ Sammeln und Sichten
→ Die Instagramm-Reels auf vimeo.com
→ Die Instagramm Story Highlights auf vimeo.com

Im März 2026 wird im Raum Krölpa ein Treffen von Bewohner:innen und Eigentümer:innen von Krölpalit-Bauten, ehemaligen Mitarbeiter:innen, noch lebenden Verwandten der einstigen »Krölpalit-Führungsriege« und anderen Interessierten stattfinden.

Beitrag im Band »Transformation« und Onlineausstellung

Zusammenstellung Doppelseiten Band »Transformation«

Anfang des Jahres 2026 erschien im Mitteldeutschen Verlag der zweite Band der Beiträge zur Industriekultur Sachsen-Anhalts. Unter dem Titel »Transformationen - Industriekultur in Sachsen-Anhalt« vereint die Veröffentlichung Perspektiven aus Wissenschaft, Museen und engagierten Initiativen.

Diese von Jan Kellershohn, Christina Katharina May und John Palatini für den Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V. und das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt – Landesmuseum für Vorgeschichte herausgegebene erste Überblicksdarstellung zur Industriekultur in Sachsen-Anhalt umfasst 240 Seiten, die der hallesche Designer Friedrich Lux gestaltet hat.

Unter dem Titel »Das Virtuelle Museum der Toten Orte zwischen Heimatkunde und Weltgeschichte« entwickelt Thomas Kemnitz in seinem Beitrag auf acht großformatigen Doppelseiten das Thema als persönliche »Heimatkunde«. Er reflektiert sie als Methode eines Fotografen, der in Sachsen-Anhalt geboren wurde und aufgewachsen ist. Für ihn ist »Heimat« ein Ort der Aneignung und des Sich-Zu-Hause-Fühlens am Ort, im Thema, in der Technik.

Der als PDF verfügbare Beitrag wurde zusätzlich als Onlineausstellung »Sechs mal Heimatkunde« aufbereitet.

→ Der Beitrag als PDF mit Inhaltsverzeichnis und Impressum
→ Onlineausstellung »Sechs mal Heimatkunde«
→ Trailer zur Onlineausstellung auf vimeo.com

Onlineausstellung »Sechs mal Heimatkunde«

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